Erzeugungsmix
Zuverlässig und zukunftsfähig
Unser Anspruch ist es, eine zuverlässige und zukunftsfähige Wärmeversorgung in Ulm zu gestalten. Dazu entwickeln wir unseren Erzeugungsmix kontinuierlich weiter und setzen dabei auf unterschiedliche Energieträger und Technologien.
Die FUG nutzt bereits seit 1997 Wärme aus der thermischen Abfallverwertung, seit 2004 Biomasse und seit 2006 Biogas.
Mit der Inbetriebnahme des Biomasse-Heizkraftwerks II am Standort Magirusstraße hat die FUG den Einsatz erneuerbarer Energieträger weiter ausgebaut. Zusammen mit dem Biomasse-Heizkraftwerk I liegt der Anteil erneuerbarer Brennstoffe am Brennstoffmix der FUG bei deutlich über 60 %.
Wärme aus Holz
Das Biomasse-Heizkraftwerk I nutzt Holz als Brennstoff und hat damit die frühere Nutzung von Kohle an diesem Standort ersetzt. Die Anlage ist damit ein Bestandteil des Erzeugungsmixes der FUG.
Nach den zugrunde liegenden Berechnungen werden durch den Betrieb des Biomasse-Heizkraftwerks I im Vergleich zur früheren Energieerzeugung rund 110.000 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart.
Qualität und Kontrolle
Für den Betrieb des Biomasse-Heizkraftwerks gelten umfangreiche Anforderungen an Brennstoffqualität, Anlagenbetrieb und Emissionen. Die Einhaltung dieser Anforderungen wird durch ein mehrstufiges Qualitätsmanagement unterstützt. Dazu gehören unter anderem:
- Lieferverträge mit zertifizierten Altholzaufbereitern
- die kontinuierliche Kontrolle der Qualität des angelieferten Holzes
- ein Qualitäts-Sicherungsbeirat, dem auch Mitglieder der Ulmer Umweltverbände angehören
- die Kontrolle der angelieferten Holzqualität sowie der fachgerechten Entsorgung der Reststoffe
- die öffentliche Bereitstellung der Emissionsdaten der Anlage durch das Regierungspräsidium
Besichtigungen des Biomasse-Heizkraftwerks I sind nach vorheriger Anmeldung möglich.
Vorteile
Vorteile des Biomasse-Heizkraftwerks I
Wärme- und Stromerzeugung aus Biomasse
Strom und Wärme entstehen in Kraft-Wärme-Kopplung in einem gemeinsamen Prozess.
Nutzung eines erneuerbaren Energieträgers
Holz nimmt während seines Wachstums CO₂ auf, das bei der Verbrennung wieder freigesetzt wird. Für die Klimabilanz der Biomassenutzung sind dabei unter anderem Herkunft, Bewirtschaftung und Transport des Holzes relevant.
Reduzierung der CO₂-Emissionen
Nach den zugrunde liegenden Berechnungen werden im Vergleich zur früheren Energieerzeugung rund 110.000 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart.
Hohe energetische Nutzung der eingesetzten Biomasse
Mit einem Gesamtwirkungsgrad von über 75 %.
Holz als nachwachsender Rohstoff
Sofern es aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen stammt.
Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern
Durch einen vielfältigeren Brennstoffmix.
Regionale Wertschöpfung
Durch die Nutzung regional verfügbarer Ressourcen und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Dienstleistern aus der Region.
Arbeitsplätze
Im Zusammenhang mit Betrieb und Instandhaltung der Anlage.
Reduzierung des Kohleeinsatzes
Durch den Einsatz von Biomasse.
Technische Daten
Konzeption der Anlage
- 58 MWFeuerungswärmeleistung (thermisch)
- ca. 9,6 MWelektrische Leistung des Turbosatzes
- 8.000 Std.Betriebsdauer pro Jahr
- 70 mSchornsteinhöhe
| Feuerungswärmeleistung | 58 MWth (thermisch) |
|---|---|
| Brennstoffeinsatz | 18 t/Std. entspricht ca. 140.000 t/Jahr |
| Betriebsdauer | 8.000 Std./Jahr |
| LKW-Anlieferungszeiten | Montag bis Samstag 6:00 bis 20:00 Uhr |
| Verkehrsaufkommen | Max. 40 LKW pro Tag |
| Mengenerfassung | 2 Waagen |
| Holzentladung | Entladehalle mit 3 Entladestellen |
| Holzlagerung | 4 Silobehälter |
| Kraftwerksblock | 1 Kessel- und 1 Maschinenhaus mit E- und Leittechnikgebäude |
| Feuerung | Vorschub-Rost |
| Turbosatz | Entnahme-Gegendruckturbosatz mit ca. 9,6 MWel (elektrisch) |
| Rauchgasreinigung | Schwerkraftabscheidung; DeNOx; Trockensorption; Gewebefilter |
| Schornsteinhöhe | 70 m |
| Brennstoffe | Zulässige Gesamtbrennstoffmenge: 156.000 t/a Bis zu 100 % naturbelassenes Holz Bis zu 100 % Altholz der Kategorie A I bis A IV, wobei der Anteil an Altholz der Kategorie A IV im Jahresmittel max. 5 % und max. 7.000 t/a betragen darf. (Es werden keine Monochargen eingesetzt.) |
Brennstoffe
Holz ersetzt Kohle
Das Biomasse-Heizkraftwerk I ersetzt den fossilen Brennstoff Kohle durch Holz als erneuerbaren Brennstoff. Dadurch wird der Einsatz von Steinkohle reduziert und der Brennstoffmix der FUG um einen erneuerbaren Energieträger ergänzt.
Holz nimmt während seines Wachstums CO₂ aus der Atmosphäre auf. Bei der Verbrennung wird dieses CO₂ wieder freigesetzt. Für die Klimabilanz der Biomassenutzung sind darüber hinaus unter anderem die Herkunft, Bewirtschaftung und der Transport des Holzes relevant.
Bei einem geplanten Einsatz von rund 120.000 Tonnen Holz pro Jahr werden nach den zugrunde liegenden Berechnungen gegenüber der früheren Energieerzeugung rund 110.000 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart. Gleichzeitig wird der Verbrauch von Steinkohle um rund 37.000 Tonnen pro Jahr reduziert.
Der Standort Magirusstraße ermöglicht den ganzjährigen Betrieb des Biomasse-Heizkraftwerks I in Kraft-Wärme-Kopplung. Dabei werden Strom und Wärme in einem gemeinsamen Prozess erzeugt und die entstehende Wärme für die Fernwärmeversorgung genutzt. Mit einem Gesamtwirkungsgrad von über 75 % wird ein großer Teil der eingesetzten Energie energetisch genutzt.
- rund 120.000 tHolz pro Jahr (geplanter Einsatz)
- rund 110.000 tCO₂ pro Jahr eingespart
- rund 37.000 tweniger Steinkohle pro Jahr
Qualitätssicherung
Qualität und Emissionskontrolle
Die Qualität des eingesetzten Holzes sowie die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an den Anlagenbetrieb werden durch ein mehrstufiges Qualitätsmanagement kontrolliert.
Kontrollierte Brennstoffqualität
Die FUG schließt Lieferverträge mit zertifizierten Altholzaufbereitern. Dadurch wird sichergestellt, dass Hölzer mit Holzschutzmitteln sowie PCB- und Teerölbelastungen aussortiert werden. Fehlwürfe sind dabei bis zu einem Anteil von maximal 5 % der Gesamtmenge zulässig.
Unabhängige Qualitätskontrolle
Die Qualität des angelieferten Holzes wird durch ein zertifiziertes und unabhängiges Institut kontinuierlich kontrolliert.
Rauchgasreinigung und Emissionsüberwachung
Die Anlage verfügt über eine Rauchgasreinigungsanlage und erfüllt die Anforderungen der 17. Bundes-Immissionsschutzverordnung (17. BImSchV). Die Emissionsdaten der Anlage werden dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt zur Verfügung gestellt und sind online einsehbar.
Datenblatt
Emissionswerte
Die jährlichen Emissionsberichte des Biomasse-Heizkraftwerks I zum Download.
